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Religiöse Argumente unter der Lupe · 6 von 33

Argument #6: „Glaube ist etwas ganz Alltägliches. Man kann auch nur glauben, dass einen sein Partner liebt.“

Veröffentlicht am , zuletzt geändert am

Behauptung: „Glaube ist etwas ganz Alltägliches. Man kann auch nur glauben, dass einen sein Partner liebt.“

Antwort: Die Behauptung hier lautet, dass es ganz normal sei, Dinge ohne Grund als wahr zu akzeptieren, und als Beispiel wird die Liebe genannt. Ist das wirklich so?

Denken wir über Liebe nach. Wir kennen die Arten, auf die Menschen romantisches Interesse und Liebe ausdrücken, und wenn wir wissen wollen, ob uns jemand liebt, tun wir das, indem wir aus seinem Verhalten Schlüsse ziehen.

Wenn wir an jemandem interessiert sind, scannen wir sein Verhalten, auf der Suche nach Belegen für romantisches Interesse.

Rein glaubensbasierte Rückschlüsse auf Liebe sind irrational und falsch

Blumenstrauß vom Partner

Warum denken wir, dass jemand, der auf der Straße mit Blumen in der Hand auf eine ihm völlig unbekannte Person zu rennt und ihr einen Heiratsantrag macht, nicht alle Tassen im Schrank hat?

Weil wir rein „glaubensbasierte“ Rückschlüsse auf Liebe als irrational und falsch erkennen; weil wir wissen, dass das nicht die Art ist, auf die Menschen zum Schluss gelangen, dass jemand sie liebt.

Wir gehen davon aus, dass unsere Partner uns lieben, weil wir Anhaltspunkte dafür haben. Wir tun das nicht völlig grundlos – und wenn doch, dann verhalten wir uns äußerst unvernünftig.

Glaube als Erkenntnismethode unbrauchbar

Wenn wir darüber nachdenken, wie wir in unserem Leben mit Behauptungen umgehen, wird uns nach und nach klar, dass diese Erkenntnismethode namens «Glauben» nirgendwo Verwendung findet.

Wir haben immer irgendwelche Anhaltspunkte, wenn wir etwas als wahr akzeptieren – und wenn nicht, dann erkennen wir das Akzeptieren der entsprechenden Ansicht in aller Regel als unvernünftig.

Spätestens, wenn man sie vor Gericht stellt und der Richter sagt «Es gibt keine Beweise, aber ich glaube tief in meinem Herzen, dass Sie schuldig sind», würden wohl auch die letzten Verfechter der Erkenntnismethode namens «Glauben» eingestehen, dass diese Methode keine gute Sache ist.

Repost des Beitrages mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Alle 33 Argumente der Reihe
  1. #1„Es wurde nie bewiesen, dass Gott nicht existiert.“
  2. #2„Nur weil etwas nicht nachweisbar ist, ist es nicht inexistent.“
  3. #3„Atheismus ist auch nur ein Glaube.“
  4. #4„Man muss nicht alles beweisen – man kann nicht einmal beweisen, dass die Realität existiert.“ (Solipsismus)
  5. #5„An Gott muss man halt glauben.“
  6. #6„Glaube ist etwas ganz Alltägliches. Man kann auch nur glauben, dass einen sein Partner liebt.“
  7. #7„Wenn man Gott ehrlich sucht, findet man ihn auch.“
  8. #8„Gott kann man nicht mit dem Verstand finden, nur mit dem Herzen“
  9. #9„Gott übersteigt den Verstand und unterliegt nicht der Logik. Man kann diese Dinge nicht auf ihn anwenden.“
  10. #10„Auch an Logik, Wissen und Vernunft kann man nur glauben.“
  11. #11„Wahrheit ist subjektiv. Für mich gibt es Gott.“
  12. #12„Die fundamentalen Konstanten des Universums sind perfekt abgestimmt; wären sie nur minimal anders, wäre kein Leben möglich gewesen. Folglich muss Gott diese Konstanten so eingestellt haben.“
  13. #13„Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“
  14. #14„Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“
  15. #15„Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“
  16. #16„Evolution und Glaube sind vereinbar.“
  17. #17„Sehr schlaue Menschen haben an Gott geglaubt (Einstein, Heisenberg, Newton und Co.).“
  18. #18„Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“
  19. #19„Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.
  20. #20„Ich habe Gott erlebt.“
  21. #21„Der Glaube verändert Menschen.“
  22. #22„Das Christentum bietet Antworten auf die großen Fragen. Der Atheismus bietet keine.“
  23. #23Pascals Wette: „Es ist besser, zur Sicherheit an Gott zu glauben.“
  24. #24„Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn.“
  25. #25„Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.“
  26. #26„Religion tut Menschen gut.“
  27. #27„Über einen Gott können wir beschränkten Menschen nicht urteilen, also ist es Unfug, ihn ethisch zu kritisieren.“
  28. #28„Gott ist trotz Leid in der Welt gut, denn wir Menschen allein tragen die Verantwortung dafür.“
  29. #29„Gott ist trotz des Leides in der Welt gut, denn er ist moralisch verpflichtet, uns den freien Willen zu gewähren.“
  30. #30„Menschen haben eine selbstlose Moral, die der allgütige Gott ihnen ins Herz geschrieben haben muss.“
  31. #31„Die Bibel enthält erfüllte Prophezeiungen.“
  32. #32„Die Bibel sagt, es habe über 500 Zeugen für die Auferstehung gegeben.“
  33. #34Metapher: „Man muss die Bibel an Stelle X bildlich interpretieren.“