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Religiöse Argumente unter der Lupe · 1 von 33

Argument #1: „Es wurde nie bewiesen, dass Gott nicht existiert.“

Veröffentlicht am , zuletzt geändert am

Behauptung: „Es wurde nie bewiesen, dass Gott nicht existiert.“

Antwort: Eine Grundregel des logisch-kritischen Denkens: Wenn sich mit einem Argument eine riesige Anzahl absurder Behauptungen verteidigen lässt, ist es ein schlechtes Argument.

Und das ist bei diesem Argument in extremster Weise der Fall, denn man könnte sich wohl unendlich viele Dinge ausdenken, deren Inexistenz bislang nicht belegt wurde.

Der Vorbringende müsste also an eine unendliche Anzahl von Dingen glauben, wenn er dieses Argument für gültig hält.

Ausserdem kritisiert der Vorbringende hier die Beweislosigkeit einer Ansicht. Er impliziert also, dass Ansichten von Beweisen gestützt werden müssen. Und er muss sich im Folgenden der Frage stellen, ob er denn Beweise für seine Ansichten hat.

Wenn ihm – wie so vielen Theisten – die Unbewiesenheit seiner Ansichten egal ist, wäre es unredlich, die selbe Unbewiesenheit bei anderen Ansichten zu kritisieren.

Entweder oder!

Repost des Beitrages mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Ergänzung

Eine Existenz-Behauptung muss begründet werden, nicht eine Nichtexistenz-Behauptung. Und je verwegener und unplausibler die Behauptung ist, desto gravierender müssten die Argumente sein.

Ich muss also die Nichtexistenz Gottes gar nicht begründen, sondern umgekehrt müssten die Gläubigen die Existenz ihres Gottes belegen. Und zwar mit wirklich starken Argumenten. Und nicht mit subjektiven Gefühlen und vormittelalterlichen Mythen und Legenden.

Alle 33 Argumente der Reihe
  1. #1„Es wurde nie bewiesen, dass Gott nicht existiert.“
  2. #2„Nur weil etwas nicht nachweisbar ist, ist es nicht inexistent.“
  3. #3„Atheismus ist auch nur ein Glaube.“
  4. #4„Man muss nicht alles beweisen – man kann nicht einmal beweisen, dass die Realität existiert.“ (Solipsismus)
  5. #5„An Gott muss man halt glauben.“
  6. #6„Glaube ist etwas ganz Alltägliches. Man kann auch nur glauben, dass einen sein Partner liebt.“
  7. #7„Wenn man Gott ehrlich sucht, findet man ihn auch.“
  8. #8„Gott kann man nicht mit dem Verstand finden, nur mit dem Herzen“
  9. #9„Gott übersteigt den Verstand und unterliegt nicht der Logik. Man kann diese Dinge nicht auf ihn anwenden.“
  10. #10„Auch an Logik, Wissen und Vernunft kann man nur glauben.“
  11. #11„Wahrheit ist subjektiv. Für mich gibt es Gott.“
  12. #12„Die fundamentalen Konstanten des Universums sind perfekt abgestimmt; wären sie nur minimal anders, wäre kein Leben möglich gewesen. Folglich muss Gott diese Konstanten so eingestellt haben.“
  13. #13„Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“
  14. #14„Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“
  15. #15„Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“
  16. #16„Evolution und Glaube sind vereinbar.“
  17. #17„Sehr schlaue Menschen haben an Gott geglaubt (Einstein, Heisenberg, Newton und Co.).“
  18. #18„Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“
  19. #19„Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.
  20. #20„Ich habe Gott erlebt.“
  21. #21„Der Glaube verändert Menschen.“
  22. #22„Das Christentum bietet Antworten auf die großen Fragen. Der Atheismus bietet keine.“
  23. #23Pascals Wette: „Es ist besser, zur Sicherheit an Gott zu glauben.“
  24. #24„Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn.“
  25. #25„Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.“
  26. #26„Religion tut Menschen gut.“
  27. #27„Über einen Gott können wir beschränkten Menschen nicht urteilen, also ist es Unfug, ihn ethisch zu kritisieren.“
  28. #28„Gott ist trotz Leid in der Welt gut, denn wir Menschen allein tragen die Verantwortung dafür.“
  29. #29„Gott ist trotz des Leides in der Welt gut, denn er ist moralisch verpflichtet, uns den freien Willen zu gewähren.“
  30. #30„Menschen haben eine selbstlose Moral, die der allgütige Gott ihnen ins Herz geschrieben haben muss.“
  31. #31„Die Bibel enthält erfüllte Prophezeiungen.“
  32. #32„Die Bibel sagt, es habe über 500 Zeugen für die Auferstehung gegeben.“
  33. #34Metapher: „Man muss die Bibel an Stelle X bildlich interpretieren.“