1. Start
  2. Religiöse Argumente unter der Lupe
  3. Argument #26

Religiöse Argumente unter der Lupe · 26 von 33

Argument #26: „Religion tut Menschen gut.“

Veröffentlicht am , zuletzt geändert am

Behauptung: „Religion tut Menschen gut.“

Antwort: Wieder kein Argument für die Wahrheit des Gottesglaubens. Sondern nur dafür, dass er wünschenswert wäre.

Dass ihr Glaube ihnen guttut, werden wohl alle Religiösen aussagen. Und auch Aussteiger, die heute bezeugen, dass ihnen ihr Glaube alles andere als nur gut getan hat, sagten das früher aus.

Es mag in gewisser Hinsicht auch stimmen, aber wir müssen uns das Gesamtbild anschauen, um zu einem vernünftigen Urteil zu gelangen.

Religiöser Glaube beinhaltet zahlreiche Gefahren.

Auf der intellektuellen Seite legitimiert der Glaube fehlerhaftes Denken.

Er lehrt, dass es gut und richtig sei,

  • Dinge ohne guten Grund zu glauben
  • unhinterfragt Autoritäten zu glauben und zu gehorchen
  • subjektiv gedeutete persönliche Erfahrungen und Emotionen über belegte Fakten zu stellen etc.

Das behindert die Fähigkeit, rationale Entscheidungen zu treffen und die besten Problemlösungsstrategien zu verwenden. Es verwehrt einem wertvolle Erkenntnisse und öffnet jedem Unsinn und jeder Unmoral Tür und Tor.

Auf der emotionalen Seite beinhaltet die Bibel zahllose Aussagen, die unsägliche Schuldgefühle und Angst hervorrufen. Und die über die Jahrhunderte einen riesigen Berg zerrütteter Seelen hinterlassen haben.

Nun könnte eingewandt werden, dass nicht alle Gläubigen das aus ihren Schriften herauslesen. Das ändert aber nichts daran, dass diese Dinge entweder die richtige Interpretation der „heiligen“ Schriften oder zumindest eine plausible, theologisch vertretbare Interpretation davon sind (ich liefere gern Bibelstellen). Und in beiden Fällen gehört die Schrift dafür kritisiert.

Es ist inzwischen erwiesen, dass Menschen keinen Glauben brauchen, um glücklich zu sein. Und dass es mit Glauben allein niemandem besser geht.

Die glücklichsten Länder der Welt sind laut Studien einige der ungläubigsten Länder überhaupt (Skandinavien). Die Dinge, die Gläubigen wirklich guttun, sind Dinge, die mit der Religion oft einhergehen, die aber auch ohne Religion problemlos möglich sind – in erster Linie ein gutes soziales Netz.

Das Leben lässt sich faktisch auch ohne das Religionsplacebo gut bewältigen. Und das ist auch besser so. Denn dieses Placebo kann haufenweise schlechte Nebenwirkungen haben.

Repost des Beitrages mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Alle 33 Argumente der Reihe
  1. #1„Es wurde nie bewiesen, dass Gott nicht existiert.“
  2. #2„Nur weil etwas nicht nachweisbar ist, ist es nicht inexistent.“
  3. #3„Atheismus ist auch nur ein Glaube.“
  4. #4„Man muss nicht alles beweisen – man kann nicht einmal beweisen, dass die Realität existiert.“ (Solipsismus)
  5. #5„An Gott muss man halt glauben.“
  6. #6„Glaube ist etwas ganz Alltägliches. Man kann auch nur glauben, dass einen sein Partner liebt.“
  7. #7„Wenn man Gott ehrlich sucht, findet man ihn auch.“
  8. #8„Gott kann man nicht mit dem Verstand finden, nur mit dem Herzen“
  9. #9„Gott übersteigt den Verstand und unterliegt nicht der Logik. Man kann diese Dinge nicht auf ihn anwenden.“
  10. #10„Auch an Logik, Wissen und Vernunft kann man nur glauben.“
  11. #11„Wahrheit ist subjektiv. Für mich gibt es Gott.“
  12. #12„Die fundamentalen Konstanten des Universums sind perfekt abgestimmt; wären sie nur minimal anders, wäre kein Leben möglich gewesen. Folglich muss Gott diese Konstanten so eingestellt haben.“
  13. #13„Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie es zum Urknall kam und wie das Leben entstand.“
  14. #14„Wissenschaft und Glaube sind vereinbar.“
  15. #15„Die Welt ist perfekt designt, das kann kein Zufall gewesen sein. Folglich muss Gott existieren.“
  16. #16„Evolution und Glaube sind vereinbar.“
  17. #17„Sehr schlaue Menschen haben an Gott geglaubt (Einstein, Heisenberg, Newton und Co.).“
  18. #18„Die Mehrheit der Menschen glaubt an Gott.“
  19. #19„Der Glaube an Götter und das Bedürfnis nach Gott sind im Menschen angelegt.
  20. #20„Ich habe Gott erlebt.“
  21. #21„Der Glaube verändert Menschen.“
  22. #22„Das Christentum bietet Antworten auf die großen Fragen. Der Atheismus bietet keine.“
  23. #23Pascals Wette: „Es ist besser, zur Sicherheit an Gott zu glauben.“
  24. #24„Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn.“
  25. #25„Ohne Gott gibt es keine Hoffnung.“
  26. #26„Religion tut Menschen gut.“
  27. #27„Über einen Gott können wir beschränkten Menschen nicht urteilen, also ist es Unfug, ihn ethisch zu kritisieren.“
  28. #28„Gott ist trotz Leid in der Welt gut, denn wir Menschen allein tragen die Verantwortung dafür.“
  29. #29„Gott ist trotz des Leides in der Welt gut, denn er ist moralisch verpflichtet, uns den freien Willen zu gewähren.“
  30. #30„Menschen haben eine selbstlose Moral, die der allgütige Gott ihnen ins Herz geschrieben haben muss.“
  31. #31„Die Bibel enthält erfüllte Prophezeiungen.“
  32. #32„Die Bibel sagt, es habe über 500 Zeugen für die Auferstehung gegeben.“
  33. #34Metapher: „Man muss die Bibel an Stelle X bildlich interpretieren.“