wenigerglauben

Warum glauben Sie, was Sie glauben?

Warum glauben Menschen?

An welchen dieser Götter glauben Sie nicht?

In der menschlichen Vorstellung existieren tausende verschiedene Götter. Wenn Sie an einen Gott glauben, laden wir Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment ein.

Hier einige der Götter, an die Menschen schon geglaubt haben oder an die sie noch heute glauben:

1. Wählen Sie hier einen Gott aus, an den Sie nicht glauben:

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2. Notieren Sie hier nun drei Gründe, warum Sie an nicht glauben:

3. Wählen Sie hier den Gott aus, an den Sie glauben:

4. Wenden Sie Ihre drei Gründe, aus denen Sie nicht an glauben jetzt auf an.

  • Die meisten Gläubigen glauben an die Götter, die sie als Kind vermittelt bekommen hatten.
  • Welche Götter das sind, hängt in erster Linie vom Geburtsort und von der Zeit ab, in der sie geboren wurden.
  • Die Glaubensargumente, an bestimmte Götter nicht zu glauben, gelten für alle Götter.

Warum weniger glauben?

Wer zu Fuß eine viel befahrene Schnellstraße überquert, schaut vorher nach links und rechts. Und wer einen Handyvertrag abschließt oder eine Reise bucht, vergleicht vorher die Preise und Leistungen.

Warum verzichten manche Menschen in bestimmten Bereichen auf dieses bewährte, kritische Denken? Und zwar ausgerechnet dann, wenn es um nichts geringeres als um ihre Weltanschauung geht?

Glauben im religiösen Sinn bedeutet, Behauptungen sogar gegen besseres (Nicht-)Wissen für wahr zu halten, ohne einen seriösen Beweis dafür zu verlangen. Und ohne zu hinterfragen, wie plausibel die Glaubensinhalte eigentlich wirklich sind.

Ein solcher Denkverzicht mag Menschen vielleicht die Last des Selberdenkens abnehmen. Doch mehr als eine bestenfalls hoffnungsvolle Illusion kann dieser Glaube nicht bieten.

Verlässliche Erkenntnisse lassen sich mit bewährten Mitteln wie zum Beispiel Beobachtung, Wissen, Vernunft und Logik gewinnen.

» Wer das Atom spalten kann und über Satelliten kommuniziert, muss die hierfür erforderliche intellektuelle und emotionale Reife besitzen. Diese zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass man in der Lage ist, falsche Ideen sterben zu lassen, bevor Menschen für falsche Ideen sterben müssen. «

(Manifest des evolutionären Humanismus)

An welchen Gott glauben Sie?

…und warum genau an diesen?

1. An welchen Gott glauben Sie?

2. Warum glauben Sie an ?

3. Würden Sie auch an glauben, wenn Sie in einem anderen Land geboren worden wären, in dem hauptsächlich andere Götter verehrt werden?

Ergebnis

  • Die meisten Gläubigen glauben an die Götter, an die auch ihre Eltern glauben oder glaubten.
  • An welche Götter Menschen glauben, ist in den allermeisten Fällen eine Frage ihres Geburtsortes und des Zeitalters, in dem sie geboren wurden.
  • Dabei spielt es keine Rolle, um welche Götter es geht.

Fragen

Welche Behauptungen halte ich für wahr, ohne seriöse Beweise dafür zu verlangen?

Glaube ich den Versprechen z. B. der Werbung oder von Politikern? Oder hinterfrage ich diese Versprechen? Wenn ja, warum?

Für wie wahr halte ich das, was ich glaube?

Auf einer Skala von 1 (völlig ausgeschlossen) bis 10 (absolut sicher): Wie sicher bist du dir, dass das, was du glaubst, tatsächlich stimmt?

Wirkt sich mein Glaube auf mein reales Leben aus?

Und wenn ja: Wie?

Was sagt es über die Glaubwürdigkeit einer Ideologie aus, wenn sie verlangt, unbeweisbare Behauptungen glauben zu müssen?

Wie glaubwürdig kann eine Behauptung sein, für deren Richtigkeit keine stichhaltigen Beweise geliefert werden können?

Woran könnten Menschen mit anderen Glaubens-überzeugungen erkennen, dass sie falsch liegen?

Menschen glauben ganz unterschiedliche Dinge. Woran könnte zum Beispiel ein Pastafari erkennen, dass ihn nach seinem Tod keine Stripperfabrik mit Biervulkan erwartet?

Woran kann ich erkennen, dass das, was ich glaube, tatsächlich so ist, wie ich es glaube, dass es ist?

Ist die von mir geglaubte Ursache für etwas tatsächlich die wahrscheinlichste Erklärung? Oder sind vielleicht andere Erklärungen doch plausibler?

Woran würde ich wahrscheinlich glauben, wenn ich woanders geboren wäre?

Würde ich auch dann an den von mir geglaubten Gott glauben, wenn ich zum Beispiel in Neu-Delhi, in Dubai oder in Nepal geboren worden wäre?

Könnte irgendetwas dazu führen, dass ich meine Glaubensgewissheiten ändere?

Zum Beispiel neue Erkenntnisse oder Erfahrungen?

Gibt es Glaubensgewissheiten, die ich schon aufgegeben habe?

Erwachsene glauben nur noch selten an den Weihnachtsmann, den Osterhasen oder an die Zahnfee. Was bringt Menschen dazu, diesen Glauben irgendwann aufzugeben?

Woran kann ich meine Glaubensinhalte von Einbildungen unterscheiden?

Würde sich faktisch etwas ändern, wenn ich das, was ich glaube, nicht mehr glauben würde?

Wie gut kenne ich die Glaubenslehre überhaupt, an die ich glaube?

Vielen Gläubigen sind gerade die unmenschlichen Aspekte ihrer Glaubenslehre oft nicht bewusst. Glaube ich tatsächlich das, was im Glaubensbekenntnis meiner Religion von mir verlangt wird zu glauben?

Halte ich die Grundlagen meines Glaubens für eine brauchbare Moralquelle?

Oder ist mir bewusst, dass Lehren aus „Heiligen Schriften“ wie etwa der biblischen Textsammlung als Grundlage für moderne ethische Standards unbrauchbar sind?

Kenne ich eine Frage, die Religionen richtiger beantworten kann als Wissenschaft?

Alle religiösen Aussagen z. B. über die Entstehung des Universums und des Lebens haben sich inzwischen als falsch oder zumindest unplausibel erwiesen.

Kenne ich die Werte, auf denen offene und freie Gesellschaften basieren?

Nein? Es sind: Humanistisches Denken, Rationalität, Säkularität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte.

Weiß ich über die finanzielle Situation meiner Kirche Bescheid?

Ist mir bewusst, dass die christliche Kirche in Deutschland ein Milliardenkonzern ist, der für wohltätige Zwecke nur einen verschwindend geringen Anteil aus eigenem Vermögen aufwendet?

Religiöse Argumente unter der Lupe