Warum glauben Menschen an Götter?

Menschen glauben, weil es ihnen jemand beigebracht hat.

Die allermeisten religiös Gläubigen haben den gleichen Glauben wie die Menschen, von denen sie großgezogen wurden. Also traditionellerweise den Glauben der Eltern. Und die haben zumeist den gleichen Glauben wie ihre Eltern. Und so weiter.

Menschen glauben, weil es ihnen jemand beigebracht hat.

Kirchen tun sehr viel dafür, dass Eltern ihren Glauben an ihre Kinder weitergeben. Säuglingstaufe, Religionsunterricht, Erstkommunion, Firmung, religiöse Jugendarbeit…

Dabei nutzen sie den Umstand aus, dass Kinder bis zu einem gewissen Alter noch nicht in der Lage sind, Behauptungen kritisch zu hinterfragen und mit der Wirklichkeit abzugleichen.

Menschen glauben, weil ihnen die Gefahren des Glaubens nicht bewusst sind.

Auffallend viele Menschen – ob gläubig oder nicht – halten Religionen für im Grunde harmlos. Und wenn schon nicht für wirklich wirksam, dann doch zumindest nicht für schädlich.

Anders sieht es bei der Bewertung von Religionen aus, deren Moral von unseren heutigen Standards noch stärker abweicht als die der hier hauptsächlich verbreitete Religion.

Menschen glauben, weil ihnen die Gefahren des Glaubens nicht bewusst sind.

Besonders die Bibelstellen, in denen auch Jesus unmissverständlich zu verstehen gibt, dass alle Un- und Andersgläubigen für dieses „Vergehen“ von Gott mit ewigen Höllenqualen bestraft werden, kennen sie oft gar nicht.

Pfarrer lassen diese Stellen meist weg und picken nur das heraus, was einigermaßen zu einem aufgeklärten, humanistischen Weltbild passt.

Menschen glauben, weil sie ihren Glauben als etwas Positives erleben.

Gemeinschaft, Gesänge, feierliche Zeremonien:

Gläubige, die positive Erfahrungen im Zusammenhang mit Glauben gemacht haben, neigen oft dazu, diese Erfahrungen ursächlich ihrem Glauben zuzuschreiben.

Menschen glauben, weil sie ihren Glauben als etwas Positives erleben.

Kirchen nutzen das menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft und feierlichen Momenten, um ihre Lehre zu verbreiten. Tatsächlich können Menschen solche Erlebnisse auch ohne Glaube und Religion genießen.

Menschen glauben, weil sie Glauben für gesellschaftlich bedeutsam halten.

Sogar viele nicht religiös gläubige Menschen glauben auch heute noch an die Legende von der christlichen Moral.

In unserer heutigen Gesellschaftsordnung steht der Mensch an oberster Stelle. Genauer, die Freiheit und Würde des Menschen. Damit unterscheidet sie sich grundlegend von der biblischen Moral, in der ja Gott an oberster Stelle steht.

Menschen glauben, weil sie Glauben für gesellschaftlich bedeutsam halten.

``Wer Wissenschaft, Philosophie und Kunst besitzt, der braucht keine Religion``, sagt der Philosoph Michael Schmidt-Salomon.

Die biblisch-christliche Lehre ist als Moralquelle für das friedliche Zusammenleben der Menschen im 21. Jahrhundert unbrauchbar.

Menschen glauben, weil Sie sich dadurch Vorteile für sich selbst erhoffen.

Auffallend viele Menschen – ob gläubig oder nicht – halten Religionen für im Grunde harmlos. Und wenn schon nicht für wirklich wirksam, dann doch zumindest nicht für schädlich.

Anders sieht es bei der Bewertung von Religionen aus, deren Moral von unseren heutigen Standards noch stärker abweicht als die der hier hauptsächlich verbreitete Religion.

Menschen glauben, weil Sie sich dadurch Vorteile für sich selbst erhoffen.

Besonders die Bibelstellen, in denen auch Jesus unmissverständlich zu verstehen gibt, dass alle Un- und Andersgläubigen für dieses „Vergehen“ von Gott mit ewigen Höllenqualen bestraft werden, kennen sie oft gar nicht.

Pfarrer lassen diese Stellen meist weg und picken nur das heraus, was einigermaßen zu einem aufgeklärten, humanistischen Weltbild passt.

Menschen glauben, weil sie ihren Glauben als etwas Positives erleben.

Gemeinschaft, Gesänge, feierliche Zeremonien:

Gläubige, die positive Erfahrungen im Zusammenhang mit Glauben gemacht haben, neigen oft dazu, diese Erfahrungen ursächlich ihrem Glauben zuzuschreiben.

Menschen glauben, weil sie ihren Glauben als etwas Positives erleben.

Kirchen nutzen das menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft und feierlichen Momenten, um ihre Lehre zu verbreiten. Tatsächlich können Menschen solche Erlebnisse auch ohne Glaube und Religion genießen.

An welchen Gott glauben Sie nicht?

In der menschlichen Vorstellung existieren tausende verschiedene Götter. Wir laden Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment ein:

1. Suchen Sie sich hier einen Gott aus, an den Sie nicht glauben:

Zeus

Zeus ist der oberste olympische Gott der griechischen Mythologie und mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen.

Quetzalcoatl

Quetzalcoatl bedeutet Leuchtende Schwanzfederschlange; es war die Gottheit der Tolteken, Azteken und Maya.

Shiva

Shiva ist einer der Hauptgötter des Hinduismus. Im Shivaismus gilt er den Gläubigen als die wichtigste Manifestation des Höchsten.

Poseidon

Poseidon ist in der griechischen Mythologie der Gott des Meeres, Bruder des Zeus und eine der zwölf olympischen Gottheiten.

Anubis

Anubis ist der altägyptische Gott der Totenriten und der Mumifizierung.

Ganesha

Der Elefantengott Ganesha ist einer der wichtigsten, populärsten, zugänglichsten Götter Indiens überhaupt, der fast an jedem Straßenschrein verehrt wird.

Jahwe

In der Bibel ist JHWH der gnädige Befreier und gerechte Bundespartner des erwählten Volkes Israel und zugleich der Schöpfer, Bewahrer, Richter und Erlöser der ganzen Welt.

Poseidon

Poseidon ist in der griechischen Mythologie der Gott des Meeres, Bruder des Zeus und eine der zwölf olympischen Gottheiten.

Manitu

Sinngemäß bedeutet Manitu das Allumfassende Geheimnis bzw. die Große Kraft, die in allen Wesen, Dingen, Tätigkeiten und Erscheinungen enthalten ist.

Fliegendes Spaghetti-Monster

Das „FSM“ ist die Gottheit der Pastafari-Kirche.

Übergeordnetes Prinzip

Kein bestimmter Gott, sondern irgendein übergeordnetes Prinzip, das alles erschaffen hat und lenkt.

Krishna

Krishna ist der achte Avatara von Vishnu im Hinduismus.

2. Notieren Sie sich drei Gründe, warum Sie an diesen Gott nicht glauben.

3. Wenden Sie diese Gründe nun auf den Gott an, an den Sie glauben.

Warum weniger glauben?

Wer zu Fuß eine viel befahrene Schnellstraße überquert, schaut vorher nach links und rechts. Und wer einen Handyvertrag abschließt oder eine Reise bucht, vergleicht vorher die Preise und Leistungen.

Warum verzichten manche Menschen in bestimmten Bereichen auf dieses bewährte, kritische Denken? Und zwar ausgerechnet dann, wenn es um nichts geringeres als um ihre Weltanschauung geht?

Glauben im religiösen Sinn bedeutet, Behauptungen sogar gegen besseres (Nicht-)Wissen für wahr zu halten, ohne einen seriösen Beweis dafür zu verlangen. Und ohne zu hinterfragen, wie plausibel die Glaubensinhalte eigentlich wirklich sind.

Ein solcher Denkverzicht mag Menschen vielleicht die Last des Selberdenkens abnehmen.

Doch mehr als eine bestenfalls hoffnungsvolle Illusion kann dieser Glaube nicht bieten.

Verlässliche Erkenntnisse lassen sich mit bewährten Mitteln wie zum Beispiel Beobachtung, Wissen, Vernunft und Logik gewinnen.

» Wer das Atom spalten kann und über Satelliten kommuniziert, muss die hierfür erforderliche intellektuelle und emotionale Reife besitzen. Diese zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass man in der Lage ist, falsche Ideen sterben zu lassen, bevor Menschen für falsche Ideen sterben müssen. «
(Manifest des evolutionären Humanismus)

Fragen

Diese Fragen betreffen Ihre persönlichen Glaubensüberzeugungen. Wir laden Sie ein, über diese Fragen nachzudenken und sich die Antworten aufzuschreiben.

Welche Behauptungen halte ich für wahr, ohne seriöse Beweise dafür zu verlangen?

Welche Behauptungen halte ich für wahr, ohne seriöse Beweise dafür zu verlangen?

Glaube ich den Versprechen z. B. der Werbung oder von Politikern, oder hinterfrage ich diese Versprechen? Wenn ja, warum?

Für wie wahr halte ich das, was ich glaube?

Für wie wahr halte ich das, was ich glaube?

Auf einer Skala von 1 (völlig ausgeschlossen) bis 10 (absolut sicher)?

Wirkt sich mein Glaube auf mein reales Leben aus?

Wirkt sich mein Glaube auf mein reales Leben aus?

Und wenn ja: Wie?

Was sagt es über die Glaubwürdigkeit einer Ideologie aus, wenn sie verlangt, unbeweisbare Behauptungen glauben zu müssen?

Was sagt es über die Glaubwürdigkeit einer Ideologie aus, wenn sie verlangt, unbeweisbare Behauptungen glauben zu müssen?

Wie glaubwürdig kann eine Behauptung sein, für deren Richtigkeit keine stichhaltigen Beweise geliefert werden können?

Woran könnten Menschen mit anderen Glaubensüberzeugungen erkennen, dass sie falsch liegen?

Woran könnten Menschen mit anderen Glaubensüberzeugungen erkennen, dass sie falsch liegen?

Menschen glauben ganz unterschiedliche Dinge. Woran könnte zum Beispiel ein Pastafari erkennen, dass ihn nach seinem Tod keine Stripperfabrik mit Biervulkan erwartet?

Woran kann ich erkennen, dass das, was ich glaube, tatsächlich so ist, wie ich es glaube, dass es ist?

Woran kann ich erkennen, dass das, was ich glaube, tatsächlich so ist, wie ich es glaube, dass es ist?

Ist die von mir geglaubte Ursache für etwas tatsächlich die wahrscheinlichste Erklärung? Oder sind vielleicht andere Erklärungen doch plausibler?

Woran würde ich wahrscheinlich glauben, wenn ich woanders geboren wäre?

Woran würde ich wahrscheinlich glauben, wenn ich woanders geboren wäre?

Würde ich auch dann an den von mir geglaubten Gott glauben, wenn ich zum Beispiel in Neu-Delhi, in Dubai oder in Nepal geboren worden wäre?

Könnte irgendetwas dazu führen, dass ich meine Glaubensgewissheiten ändere?

Könnte irgendetwas dazu führen, dass ich meine Glaubensgewissheiten ändere?

Zum Beispiel neue Erkenntnisse oder Erfahrungen?

Gibt es Glaubensgewissheiten, die ich schon aufgegeben habe?

Gibt es Glaubensgewissheiten, die ich schon aufgegeben habe?

Erwachsene glauben nur noch selten an den Weihnachtsmann, den Osterhasen oder an die Zahnfee. Was bringt Menschen dazu, diesen Glauben irgendwann aufzugeben?

Woran kann ich meine Glaubensinhalte von Einbildungen unterscheiden?

Woran kann ich meine Glaubensinhalte von Einbildungen unterscheiden?

Würde sich faktisch etwas ändern, wenn ich das, was ich glaube, nicht mehr glauben würde?

Kenne ich die Glaubenslehre überhaupt, an die ich glaube?

Kenne ich die Glaubenslehre überhaupt, an die ich glaube?

Vielen Gläubigen sind gerade die unmenschlichen Aspekte ihrer Glaubenslehre oft nicht bewusst. Glaube ich tatsächlich das, was im Glaubensbekenntnis meiner Religion von mir verlangt wird zu glauben?

Halte ich meinen Glauben für eine brauchbare Moralquelle?

Halte ich meinen Glauben für eine brauchbare Moralquelle?

Oder ist mir bewusst, dass Lehren aus ``Heiligen Schriften`` als Grundlage für moderne ethische Standards unbrauchbar sind?

Kenne ich eine Frage, die Religionen richtiger beantworten kann als Wissenschaft?

Kenne ich eine Frage, die Religionen richtiger beantworten kann als Wissenschaft?

Alle religiösen Aussagen z. B. über die Entstehung des Universums und des Lebens haben sich inzwischen als falsch oder zumindest unplausibel erwiesen.

Kenne ich die Werte, auf denen offene und freie Gesellschaften basieren?

Kenne ich die Werte, auf denen offene und freie Gesellschaften basieren?

Nein? Es sind: Humanistisches Denken, Rationalität, Säkularität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie undu Menschenrechte

Weiß ich über die finanzielle Situation meiner Kirche Bescheid?

Weiß ich über die finanzielle Situation meiner Kirche Bescheid?

Ist mir bewusst, dass die christliche Kirche in Deutschland ein Milliardenkonzern ist, der für wohltätige Zwecke nur einen verschwindend geringen Anteil aus eigenem Vermögen aufwendet?

Argumente

Lassen Sie uns einige religiöse Argumente mal genauer unter die Lupe nehmen:

Kontakt

Haben Sie Fragen, Kommentare, Anregungen, Ergänzungen?

Wenigerglauben möchte Sie anregen, über Ihre Glaubensgewissheiten nachzudenken. Falls Sie Fragen zu diesem Projekt haben oder wenn Sie uns Ihre Gedanken dazu mitteilen möchten, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung:

 

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